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8 Tricks, wie du mit dem Rauchen aufhören kannst

Eine letzte Zigarette

Rauchen aufhören ist nicht einfach mit unseren Tipps und ein bisschen Disziplin wir es dir aber gelingen
Rauchen aufhören ist nicht einfach mit unseren Tipps und ein bisschen Disziplin wir es dir aber gelingen
© A Xromantik Mr via Unsplash
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8 Tricks, wie du mit dem Rauchen aufhören kannst

Eine letzte Zigarette

Rauchen schadet der Gesundheit! – das weiß jeder. Trotzdem sterben jedes Jahr etwa 125.000 Menschen allein in Deutschland an den Folgen des Tabakkonsums. Weltweit sind es über sechs Millionen. Rauchen aufhören ist angesichts dieser traurigen Zahlen immer eine gute Idee. Und jeder zweite Raucher möchte auch raus aus der Sucht. Aber wie? Mit diesen Tipps fällt es dir leichter:

Rauchen aufhören: Vorteile einer Nikotinentwöhnung

Nicht nur dein Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko oder die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, würdest du verringern wenn du das Rauchen aufhören würdest, auch deine Sinne atmen buchstäblich auf. Eine Nikotinentwöhnung ist zwar hart und nur wenige schaffen es, langfristig darauf zu verzichten. Wenn du es schaffst, kannst du dich bereits jetzt auf diese Belohnungen freuen:

# Deine Geschmacks- und Geruchsnerven regenerieren sich wieder schon ab dem ersten Tag der Rauchentwöhnung.
# Deine Nerven beruhigen sich nach der ersten Entzugszeit und du bist belastbarer als mit Zigaretten.
# Du bekommst weniger Falten, weil Nikotin und Rauch die Hautalterung beschleunigt.
# Deine Atmung wird schon nach drei Tagen merklich besser. Nach drei Monaten des Verzichts auf die Glimmstängel steigt deine Lungenkapazität um bis zu 30 Prozent!
# Du bist wieder frei von Zwängen, die dich einschränken. Deine Gedanken drehen sich nicht mehr nur um das Rauchen und die Sucht.

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Rauchen aufhören angehen: Vorbereitungen für einen nachhaltigen Erfolg

Die besten Entwöhnungstricks taugen nichts, wenn du dir selbst im Weg stehst. Mach dir bewusst, dass sich ein Erfolg nur mit einem starken Willen einstellt und wenn du dranbleibst.

# Motivation
Nur, wenn du zu 100 Prozent überzeugt bist, wird dir das Rauchen aufhören gelingen. Du musst aus deinen alten Gewohnheiten ausbrechen und den bisherigen Trostbringer Nikotin als deinen schlimmsten Feind ansehen. Führe dir die Kosten deines Tabakkonsums vor Augen, rechne aus, was du künftig sparen wirst und was du dir stattdessen davon leistest.

# Ernährungsumstellung
Nikotin wirkt appetitzügelnd und kurbelt den Stoffwechsel an. Raucher verbrauchen täglich zwischen 200 und 250 Kalorien mehr. Damit die Entwöhnung dein Körpergewicht nicht ansteigen lässt, solltest du deine Ernährung umstellen und diese Kalorien von vorherein abziehen. Iss viel frisches Gemüse und Obst, Salate, Fisch und Vollkornprodukte. Viel Trinken, vor allem vor den Mahlzeiten hilft, das Hungergefühl in Griff zu bekommen. Finger weg von kleinen Snacks zwischendurch wie Schokolade oder Chips – auch wenn es schwerfällt, denn im Entzug wirst du stets auf der Suche nach Ersatzbefriedigung sein. Sei dir dessen bewusst und kontrolliere dich selbst.

# Bereite dich, deine Freunde und Familie auf Entzugssymptome vor
Wenn deine tägliche Dosis Nikotin fehlt, wirst du leicht reizbar, innerlich unruhig und schlecht gelaunt sein. Je früher du dich und deine Umgebung darauf einstellst, umso besser. Auch solltest du natürlich stets versuchen dich zu zügeln. Meditation und Sport können helfen deine Launen unter Kontrolle zu halten.

Mit diesen Tricks kannst du mit dem Rauchen aufhören

Die Macht der Gewohnheiten ist manchmal übermächtig. Besonders hart wird es, wenn du in die „Kalorienfalle“ tappst. Dann droht verständlicherweise ein Rückfall aber mit diesen kleinen Kniffen lernst du sie auszutricksen:

# Ortswechsel

Plane einen Miniurlaub, um deinen neuen Lebensabschnitt zu besiegeln. Auch, wenn du jetzt unausstehlich bist, kann ein Ortswechsel mit neuen Eindrücken und Impulsen Wunder wirken. Deine Begleitung ist ja längst auf deine Reizbarkeit eingestellt. Zurück in der Arbeit, solltest du dir überlegen, was du tust, wenn du sonst mit den Kollegen rauchen gegangen bist. Öffne zum Beispiel ein Fenster, atme tief ein oder lege stattdessen ein paar Dehn- und Streckübungen im Flur oder im Treppenhaus ein.

# Ablenkung

Egal, ob Sport, Meditation oder eine Reise – Ablenkung tut dir jetzt gut. Warum nicht eine neue Sprache oder ein Instrument lernen und jede freie Minute üben. Oder wie wäre es mit dem Motto: „Statt jeder Zigarette ein Sudoku“? Auch ein Projekt, an dem du allein oder in Gemeinschaft arbeitest, kann dich ganz gezielt ablenken. Trickse deine Gedanken einfach aus.

# Heilpflanzen

Johanniskraut und Baldrian können in allerlei Stresssituationen beruhigend wirken und für mentale Entspannung sorgen. Auch ein Lavendelbad verschafft dir ein emotional positives Erlebnis in dieser anspruchsvollen Zeit. Ablenkung für den Mund und das Verlangen nach einer Zigarette verspricht außerdem eine Süßholzwurzel. Wie der Name schon sagt, schmeckt sie süßlich, du bist beschäftigt und hast weniger Heißhunger auf Süßigkeiten. Außerdem regen ihre Inhaltsstoffe auch die Bronchien zur Sekretbildung an. Also, warum zur Abwechslung nicht mal ein wenig „Süßholz raspeln“.

# Entspannung

Gerade in Stressmomenten solltest du besonders stark sein. Versuche dann, aus der Situation herauszugehen. Frische Luft oder eine kleine Meditations- oder Atemübung helfen dir dann. Autogenes Training, Yoga oder die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson eignen sich besonders, um innere Stärke aufzubauen.

# Sport

Dass Sportler grundsätzlich weniger rauchen, fanden wissenschaftliche Studien schon mehrfach heraus. Neu ist laut einer britischen Studie, dass Trainingseinheiten den Heißhunger auf Zigaretten einschränken können. Sorge daher während deiner Entwöhnung für ausreichend Bewegung und Sport. So kontrollierst du nicht nur dein Gewicht, sondern auch dein Verlangen.

# Gleichgesinnte suchen

Therapie in der Gruppe hat immer die besten Erfolgsaussichten. Einzelne Institute bieten an Universitäten in so genannten Raucherambulanzen Tabakentwöhnungskurse an. Der sanfte Gruppenzwang wirkt sich dabei positiv auf das Ergebnis aus. Aber auch mit einem Bekannten, dem Partner oder einem Familienmitglied gilt der gute, alte Spruch „Geteiltes Leid ist halbes Leid“.

# Akupunktur

Neben der Hypnotherapie zählt auch die Akupunktur zu den alternativen Methoden der Nikotinentwöhnung. Die feinen Nadelstiche sollen nicht nur das Rauchbedürfnis unterdrücken, sondern auch die negativen Begleiterscheinungen eines Entzuges mildern. Ihr Nutzen ist jedoch nicht ausreichend belegt. Akupunktur ist unbedenklich und kann einfach ausprobiert werden – Aber bitte immer nur professionelle Hilfe suchen.

# Homöopathie

Mit Aromatherapie, Bachblüten oder Schüßler Salzen kannst du deinen Mineralhaushalt in Schwung bringen, der durch das Rauchen in der letzten Zeit stark beansprucht wurde. Auch zur Wirkung von Homöopathie fehlen wissenschaftliche Beweise. Aber ähnlich wie Heilpflanzen können sie die Symptome des Entzugs lindern, für Entspannung sorgen und den Körper auf natürliche Weise entgiften.

Quellen:

https://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/rauchen-aufgeben/ (letzter Zugriff: 23.05.2019)

https://de.statista.com/themen/150/rauchen/ (letzter Zugriff: 23.05.2019)

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/bewusst-leben/rauchen-zahlen-und-fakten.html (letzter Zugriff: 23.05.2019)

https://www.herzstiftung.de/Rauchen-aufhoeren-Medikamente.html (letzter Zugriff: 23.05.2019)

https://www.tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/klinpsy/RAC/ (letzter Zugriff: 23.05.2019)

Adrian H. Taylor, Michael H. Ussher, Guy Faulkner (2007); The acute effects of exercise on cigarette cravings, withdrawal symptoms, affect and smoking behaviour: a systematic review https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00213-012-2731-z (letzter Zugriff: 23.05.2019)